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Berufspolitisches Corona-Update

Regierung fixiert Maskenpflicht in Arzt-Praxen

Die Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus gilt ab Mitternacht wieder in umfassender Form. Es gilt auch eine Maskenpflicht in Arztpraxen.

Ab Freitag muss der Nasen-Mund-Schutz nicht nur wie bisher in Apotheken und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden, sondern auch im Lebensmittelhandel, in Tankstellenshops, in Bank- und Postfilialen sowie beim Besuch in Gesundheitseinrichtungen. Angesichts des Anstiegs der Infektionszahlen im dreistelligen Bereich hat die Regierung bereits am Dienstag angekündigt, dass die Maskenpflicht ab Freitag wieder verschärft wird. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erließ nun die entsprechende Verordnung, mit der die „Lockerungsverordnung“ angepasst wird.

Demnach gilt die Maskenpflicht ab Freitag in zahlreichen zusätzlichen Bereichen. Wieder eingeführt wird sie beim Einkaufen, allerdings nur im Lebensmittelhandel. Neben Supermärkten sind davon etwa auch Tankstellenshops oder Greißlereien und Bäckereien betroffen. Neu ist die Tragepflicht auch bei Besuchen von Bank- oder Postfilialen.

In der Verordnung eindeutig klargestellt wurde nun, dass Besucher von Gesundheitseinrichtungen einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Betroffen davon sind Kranken- und Kuranstalten sowie Pflegeheime. Zwar war das in den meisten Einrichtungen schon bisher gelebte Praxis, verpflichtend verordnet war diese Regelung aber nicht.

Laut Gesundheitsministerium gilt die Maskenpflicht auch in Arztpraxen: Patienten müssen dort ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Für jene Patienten, die stationär in Gesundheitseinrichtungen aufgenommen sind, gilt laut dem Büro Anschobers hingegen keine generelle Maskenpflicht.

Die Österreichische Ärztekammer hat die Entscheidung ausdrücklich begrüßt. Diese Maßnahme wäre in Anbetracht der Sorglosigkeit vieler Menschen und der damit verbundenen stetig steigenden Zahl von Infizierten schon längst notwendig gewesen. Es sei  richtig, an die Eigenverantwortung der Menschen zu appellieren. Wenn das aber nichts nützt, müsse es zu Anordnungen kommen.

 

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